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Mitarbeiter

Warum auf deine Stellenanzeige keine Bewerbungen kommen

Die Anzeige ist online, das Gehalt stimmt – und trotzdem meldet sich niemand. Woran es wirklich liegt und was ein Betrieb in der Eifel dagegen getan hat.

Fünf Mitarbeiter des Betriebs Klute & Söhne auf einer Baustelle

Du hast die Stelle ausgeschrieben. Auf dem Portal, vielleicht zusätzlich beim Arbeitsamt. Das Gehalt ist marktüblich, der Betrieb läuft gut, die Kollegen sind in Ordnung. Und trotzdem: zwei Bewerbungen in sechs Wochen, beide unpassend.

Das liegt fast nie an der Anzeige selbst. Es liegt daran, wo sie steht.

Der Denkfehler bei Stellenportalen

Eine Stellenanzeige erreicht nur Menschen, die gerade aktiv suchen. Das sind bei Fachkräften im Handwerk, in der Gastronomie oder in der Industrie erfahrungsgemäß die wenigsten – die guten Leute haben einen Job. Sie stehen morgens auf, fahren zur Arbeit und öffnen abends kein Jobportal.

Sie schauen aber aufs Handy. Und genau dort erreichst du sie.

Was der Unterschied ist

Bei einer Stellenanzeige wartest du darauf, dass jemand sucht. Bei einer Kampagne gehst du zu den Leuten. Der Unterschied in Zahlen: Ein Betrieb, mit dem ich arbeite, liegt tief in der Eifel – Birgel, wenige Einwohner im Umkreis, junge Fachkräfte ziehen eher Richtung Köln oder Trier. Über Stellenportale blieben die Stellen monatelang offen.

Nach der Umstellung: über 600 Bewerbungen, daraus mehr als 15 Einstellungen in zwölf Monaten. Dazu ein Pächter mit Kapital für die betriebseigene Brauerei, der ebenfalls über diesen Weg kam.

Der Betrieb war vorher nicht unattraktiv. Er war nur unsichtbar. Der ganze Fall mit Vorgehen und Zahlen: 600 Bewerbungen aus Birgel.

Das gilt auch dann, wenn du beim Gehalt nicht mithalten kannst – dazu gibt es einen eigenen Beitrag.

Die drei häufigsten Fehler

Du beschreibst die Stelle, nicht den Betrieb. „Wir suchen einen Anlagenmechaniker (m/w/d)“ sagt nichts darüber, wie es ist, bei dir zu arbeiten. Wer wechselt, wechselt wegen der Menschen und des Alltags – nicht wegen einer Aufgabenliste.

Die Bewerbung ist zu aufwendig. Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse, dazu ein Portal mit Registrierung. Wer abends um halb neun auf dem Sofa sitzt, macht das nicht. Er macht es genau dann, wenn es in zwei Minuten vom Handy aus geht.

Du wartest zu lange. Wer sich bewirbt, bewirbt sich meistens bei mehreren. Wer nach drei Tagen anruft, hat oft schon verloren. Schnelligkeit schlägt Perfektion.

Was du heute ändern kannst

Auch ohne Agentur: Kürze deinen Bewerbungsprozess auf das Nötigste. Name, Telefonnummer, eine Frage zur Erfahrung – mehr brauchst du für den ersten Kontakt nicht. Alles Weitere klärt sich im Gespräch.

Und ruf innerhalb von 24 Stunden zurück. Das allein bringt mehr als jede Anzeigenschaltung.

Zwei Punkte davor und danach: Mitarbeiter halten ist billiger als suchen, und warum neue Leute nach drei Monaten wieder gehen.

Und wenn dir jemand verspricht, das Problem gegen Erfolgshonorar zu lösen: Stellen Sie niemanden ein, zahlen Sie nichts rechnet vor, warum das nicht aufgehen kann.

Wie sich das je nach Beruf unterscheidet, habe ich getrennt aufgeschrieben – für Servicetechniker, SHK-Gesellen, Monteure und Poliere.

Wenn du es größer aufziehen willst

Dann geht es darum, deinen Betrieb dort sichtbar zu machen, wo deine künftigen Mitarbeiter ohnehin sind – und einen Weg zu bauen, auf dem aus Aufmerksamkeit eine Bewerbung wird. Das ist kein Hexenwerk, aber es braucht ein System statt einer Anzeige.

Wenn du wissen willst, ob das für deinen Betrieb funktioniert: Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns deine Situation an. Ehrlich, auch wenn die Antwort lautet, dass du das Geld besser woanders investierst.

Maik Braun

Maik Braun

Gründer, Schmiede Digital

Du hast eine Frage zu deinem Betrieb? Im kostenlosen Erstgespräch bekommst du eine ehrliche Einschätzung – ca. 30 Minuten, unverbindlich.

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