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Servicetechniker finden: warum die Stelle offen bleibt

Servicetechniker sind der engste Markt im SHK-Bereich. Was Betriebe falsch machen, was in der Region Trier und der Eifel funktioniert hat.

Team eines SHK-Betriebs vor dem Betriebsgebäude

Ein Servicetechniker, der Heizung, Wärmepumpe und Klimatechnik beherrscht, hat keinen Grund, sich zu bewerben. Er hat einen Job, oft seit Jahren, und bekommt regelmäßig Angebote. Wer auf so jemanden mit einer Stellenanzeige wartet, wartet lange.

Warum gerade dieser Beruf so eng ist

Servicetechniker sind doppelt gefragt: Jeder SHK-Betrieb braucht sie, und der Wärmepumpen-Ausbau hat den Bedarf zusätzlich hochgetrieben. Dazu kommt, dass die Ausbildung dauert – man kann sie nicht kurzfristig nachschulen.

Das Ergebnis: Auf eine gute Anzeige kommen im ländlichen Raum oft null passende Bewerbungen. Nicht wenige. Null. Bei SHK-Gesellen sieht es kaum anders aus – es ist derselbe Markt.

Was Betriebe falsch machen

Sie beschreiben Aufgaben statt Arbeitsalltag. „Wartung und Instandsetzung von Heizungsanlagen“ steht in jeder zweiten Anzeige. Das sagt nichts darüber, ob der Techniker abends pünktlich zu Hause ist, ob er ein eigenes Fahrzeug hat, ob ihm jemand hilft, wenn eine Anlage streikt.

Sie suchen dort, wo alle suchen. Wenn fünf Betriebe in der Region dieselbe Anzeige auf demselben Portal schalten, konkurrieren sie um dieselben zwei Suchenden. Warum Stellenportale grundsätzlich so wenig bringen, habe ich hier ausgeführt.

Sie melden sich zu spät. Ein Servicetechniker, der sich abends bewirbt, hat am nächsten Tag drei andere Angebote. Wer nach einer Woche anruft, ruft umsonst an.

Was tatsächlich funktioniert

Der Weg, der bei Betrieben in der Region Trier, der Eifel und dem Hunsrück funktioniert hat, dreht die Richtung um: Statt zu warten, bis jemand sucht, wird der Betrieb dort sichtbar, wo Techniker ohnehin unterwegs sind – auf dem Handy, abends, ohne Suchabsicht. Warum das ausgerechnet im ländlichen Raum besonders gut funktioniert, steht dort.

Wie stark das wirkt, zeigt ein Betrieb tief in der Eifel: extrem ländlich gelegen, junge Fachkräfte ziehen eher nach Köln oder Trier. Über Stellenportale blieben die Stellen monatelang offen. Nach der Umstellung: über 600 Bewerbungen, daraus mehr als 15 Einstellungen in zwölf Monaten.

Was du in der Anzeige ändern solltest

Nenn die Dinge, die einen Techniker wirklich interessieren:

  • Fahrzeug: eigenes Servicefahrzeug oder geteiltes?
  • Notdienst: wie oft, wie vergütet, freiwillig?
  • Einsatzgebiet: Tagestouren in der Region oder Montage über Nacht?
  • Technikstand: mit welchen Herstellern und Werkzeugen wird gearbeitet?
  • Rückhalt: gibt es jemanden am Telefon, wenn vor Ort etwas nicht passt?

Diese fünf Punkte entscheiden über einen Wechsel häufiger als 200 Euro Unterschied im Monat.

Realistische Erwartung

Ein Servicetechniker ist keine Stelle, die man in zwei Wochen besetzt. Realistisch sind sechs bis zwölf Wochen, wenn der Betrieb sichtbar wird und der Bewerbungsweg kurz ist. Wer schneller verspricht, verkauft dir etwas – warum jede Stelle in 14 Tagen rechnerisch nicht aufgeht, steht dort.

Was sich dagegen sofort ändern lässt: die Reaktionszeit. Wer innerhalb von 24 Stunden zurückruft, ist schon weiter als die meisten Wettbewerber.

Wenn du das angehen willst

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns an, wie dein Betrieb für Techniker aussieht – und ob eine Kampagne bei dir überhaupt Sinn ergibt. Wenn nicht, sage ich das auch.

Maik Braun

Maik Braun

Gründer, Schmiede Digital

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