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Handwerk in Koblenz: gegen bundesweite Anbieter bestehen

Zwischen Koblenz, Neuwied und Andernach werben Anbieter mit Budgets, gegen die kein Betrieb ankommt. Warum das trotzdem zu gewinnen ist.

Festung Ehrenbreitstein über Koblenz

Koblenz, Neuwied und Andernach bilden einen der dichtesten Wirtschaftsräume der Region. Das hat eine Folge, die man anderswo so nicht hat: Hier schalten auch bundesweite Anbieter aktiv Werbung. Betriebe, die in Berlin sitzen und in Vallendar Anfragen einsammeln.

Gegen deren Budget kommst du nicht an. Gegen deren Schwäche schon.

Wo Großanbieter tatsächlich schwach sind

Sie sind nicht da, wenn es brennt. Wer im Januar um sieben Uhr abends eine ausgefallene Heizung hat, braucht niemanden aus einem Callcenter. Er braucht jemanden aus Mülheim-Kärlich, der in einer Stunde vor der Tür steht.

Sie kennen die Häuser nicht. Der Gebäudebestand zwischen Lahnstein und Bendorf hat Eigenheiten, die man kennt oder nicht. Ein überregionaler Anbieter kalkuliert nach Schema und schickt beim Nachtrag einen anderen Monteur.

Sie verschwinden nach der Montage. Gewährleistung, Wartung, der zweite Auftrag in fünf Jahren – das ist genau der Teil, bei dem ein Kunde lieber jemanden aus der Region hat.

Sie haben kein Gesicht. Bei einem Auftrag über 20.000 Euro will der Kunde wissen, wem er die Hand schüttelt.

Diese vier Punkte sind dein Vorteil. Sie stehen nur auf fast keiner Betriebsseite.

Der Fehler: mitbieten statt danebenstellen

Die häufigste Reaktion auf einen großen Wettbewerber ist, dasselbe zu tun, nur kleiner. Dieselben Aussagen, dasselbe Vokabular, ein kleineres Budget. Das verliert zwangsläufig.

Was funktioniert, ist das Gegenteil: genau die Dinge betonen, die ein bundesweiter Anbieter nicht behaupten kann. Deine Reaktionszeit. Deine Orte. Dein Name. Deine fertigen Projekte aus der Nachbarschaft.

Was das praktisch heißt

  • Nenn deine Reaktionszeit bei Störungen. „In der Regel binnen zwei Stunden in Koblenz, Vallendar und Bendorf“ ist eine Aussage, die kein Großanbieter kopieren kann
  • Zeig Projekte aus den Orten, in denen du arbeitest – der Kunde sucht die Straße, die er kennt
  • Schreib deinen Namen und deine Nummer sichtbar hin, nicht nur ins Impressum
  • Sag, wer nach der Montage kommt. Derselbe Mann? Dann ist das dein stärkstes Argument

Der zweite Effekt: Anfragen kosten hier mehr

In einem umkämpften Raum ist Aufmerksamkeit teurer als im ländlichen Umfeld. Das heißt nicht, dass sich Werbung nicht lohnt – es heißt, dass die Rechnung anders aussieht.

Entscheidend ist nicht, was eine Anfrage kostet, sondern was ein Auftrag kostet. Wer bei Portalen Anfragen kauft, die gleichzeitig an vier Betriebe gehen, zahlt in einem Markt wie diesem doppelt: einmal für die Anfrage, einmal im Preiskampf. Was das wirklich kostet, habe ich durchgerechnet, und welche Mengen realistisch sind, steht hier.

Auf der Personalseite

Dichter Wirtschaftsraum heißt auch: viele Arbeitgeber. Industrie, Verwaltung, größere Betriebe – alle greifen auf denselben Personalmarkt zu.

Dagegen hilft nicht das Gehalt, sondern alles daneben. Was zu tun ist, wenn du beim Lohn nicht mithalten kannst, steht in einem eigenen Beitrag; für Servicetechniker und Monteure gibt es jeweils eigene.

Flussabwärts gilt Ähnliches: im Ahrtal durch die auswärtigen Firmen, in Bonn durch die schiere Zahl der Wettbewerber.

Wenn du das angehen willst

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns an, gegen wen du in deinem Gebiet tatsächlich antrittst und wo dein Vorteil liegt. Für die Einrichtung komme ich zu dir. Wenn eine Kampagne bei dir nichts bringt, sage ich das.

Maik Braun

Maik Braun

Gründer, Schmiede Digital

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