Nur noch 3 Plätze freidiesen Monat
Ich kann pro Monat nur eine begrenzte Anzahl an Betrieben aufnehmen.
Erstgespräch sichern
Alle Artikel
Aufträge

Klimaanlagen-Aufträge: das Geschäft mit den zwei Wochen

Klimaanlagen verkaufen sich in der ersten Hitzewelle – oder gar nicht. Wie Betriebe die Saison vorziehen und ganzjährig Anfragen bekommen.

Außeneinheit einer Klimaanlage an einem Wohnhaus

Klimaanlagen haben ein Timing-Problem, das kein anderes Gewerk so kennt. Es gibt ungefähr zwei Wochen im Jahr, in denen die Leute kaufen: die erste richtige Hitzewelle. Danach ist der Markt für Monate tot – und in diesen zwei Wochen sind alle Betriebe ausgebucht.

Was in diesen zwei Wochen passiert

Es ist 34 Grad, das Schlafzimmer kühlt nachts nicht ab, jemand googelt abends um 22 Uhr „Klimaanlage Wohnung“. Er ruft am nächsten Morgen drei Betriebe an. Zwei gehen nicht ran, weil sie auf der Baustelle sind. Der dritte sagt: „Frühestens in acht Wochen.“

Im September, wenn du Zeit hättest, denkt niemand mehr daran.

Die drei Wege aus dem Saisonloch

Erstens: vor der Hitze sichtbar sein. April und Mai. Da erinnern sich Leute an den letzten Sommer und haben noch Ruhe zum Entscheiden. Wer erst im Juli Werbung schaltet, zahlt Höchstpreise für Aufmerksamkeit und kann die Aufträge dann nicht abarbeiten.

Zweitens: Anfragen einsammeln statt abweisen. In der Hitzewelle rufen mehr Leute an, als du bedienen kannst. Statt „geht nicht“ zu sagen: Termin im September vereinbaren, mit einem kleinen Vorteil. Ein Teil springt ab, ein größerer Teil bleibt – und du hast Arbeit, wenn sonst nichts läuft.

Drittens: die Wärmepumpen-Verbindung nutzen. Eine Split-Klimaanlage ist technisch eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Wer im Winter heizen und im Sommer kühlen kann, hat ein Ganzjahresargument – und verkauft nicht mehr in eine Hitzewelle hinein, sondern in eine Heizkostenrechnung. Wie du an Wärmepumpen-Aufträge kommst, ist deshalb dasselbe Thema.

Was der Unterschied ist, wenn die Anfragen selbst kommen

Ein Klimatechnik-Betrieb, mit dem ich arbeite, war online kaum zu finden, während bundesweite Anbieter mit großen Budgets die Anfragen in der Region abgriffen. Nach dem Aufbau eigener Sichtbarkeit: 5 bis 10 Anfragen für Klimaanlagen täglich, bei einem Werbeeinsatz, der sich rund 60-fach auszahlt.

Der Satz des Geschäftsführers war nicht die Zahl, sondern: „Genau die planbare Auslastung, die uns vorher komplett gefehlt hat.“ Der ganze Fall: KlimaNRW gegen bundesweite Ketten. Genau darum geht es bei diesem Gewerk – nicht um mehr Anfragen im Juli, sondern um welche im März.

Was Kunden vor dem Anruf wissen wollen

Was kostet es wirklich? Nicht das Gerät, sondern Montage, Durchbruch, Elektrik, Kondensatablauf. Die Spanne zwischen 2.500 und 8.000 Euro erklärt sich niemandem von selbst.

Muss ich den Vermieter fragen? Bei Mietwohnungen die häufigste Hürde. Wer sie auf der Seite anspricht, wirkt kompetent statt verkäuferisch.

Wie laut ist das für den Nachbarn? Ein unterschätztes Thema, das nach der Montage zu Streit führt – und ein starkes Argument, wenn du es vorher klärst.

Wer wartet die Anlage? Jährliche Wartung ist Pflicht und für dich ein wiederkehrender Umsatz. Sag das dazu, statt es zu verstecken.

Kommen Speicher und Wallbox dazu, wird daraus ein größeres Projekt – siehe Photovoltaik.

Womit du sofort anfangen kannst

  • Nenn Preisspannen für ein, zwei und drei Innengeräte
  • Schreib, ob du Heizbetrieb im Winter mit anbietest
  • Bau eine Warteliste für September, statt Anfragen abzuweisen
  • Sei ab April sichtbar, nicht ab Juli

Wenn du die Saison glätten willst

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, wie dein Jahr verteilt ist und ob eine Kampagne das Loch zwischen Oktober und April schließen kann. Wenn dein Betrieb ohnehin ausgelastet ist, sage ich das.

Maik Braun

Maik Braun

Gründer, Schmiede Digital

Du hast eine Frage zu deinem Betrieb? Im kostenlosen Erstgespräch bekommst du eine ehrliche Einschätzung – ca. 30 Minuten, unverbindlich.

Erstgespräch sichern

Auch interessant