
Der Galabau hat ein Personalproblem, das andere Gewerke so nicht kennen: Die Arbeit kommt im März und geht im November. Wer im Frühjahr sucht, sucht zu spät – da sucht die ganze Branche.
Der Fehler liegt im Zeitpunkt
Die meisten Betriebe schalten ihre Anzeige im Februar oder März, wenn die ersten Aufträge stehen. Zu diesem Zeitpunkt haben die guten Leute längst zugesagt – beim Wettbewerber, der im November gefragt hat.
Der richtige Zeitpunkt ist der Herbst. Wer im Oktober und November sichtbar ist, spricht Leute an, die gerade in die Winterpause gehen und sich fragen, wie es weitergeht. Das ist der Moment, in dem jemand über einen Wechsel nachdenkt.
Was Landschaftsgärtner beim Wechsel abwägen
Winterarbeit oder Kurzarbeit? Das ist die entscheidende Frage. Ein Betrieb, der Winterdienst, Pflasterarbeiten oder Werkstattzeiten anbietet, hat ein Argument, das schwerer wiegt als Stundenlohn.
Was für Projekte? Reihenhausgarten oder Gestaltung mit Natursteinmauer und Beleuchtung? Wer gerne gestaltet, will nicht nur Rasen mähen.
Womit wird gearbeitet? Ein Bagger, der läuft, und Werkzeug, das nicht seit zehn Jahren ausgedient hat.
Wie weit ist die Baustelle? Eine Stunde Anfahrt vor Arbeitsbeginn ist im Galabau keine Seltenheit – und ein häufiger Wechselgrund.
Was in der Praxis funktioniert hat
Ein Galabau-Betrieb, mit dem ich arbeite, hat über gezielte Kampagnen 65+ qualifizierte Anfragen aufgebaut – das war zunächst auf der Auftragsseite. Derselbe Weg funktioniert beim Personal: Der Betrieb wird dort sichtbar, wo Landschaftsgärtner abends aufs Handy schauen, und nicht nur dort, wo aktiv Suchende nachsehen.
Entscheidend ist dabei, was man zeigt: Fertige Projekte wirken bei Bewerbern genauso wie bei Kunden. Wer sieht, was in dem Betrieb gebaut wird, kann sich vorstellen, dort zu arbeiten. Derselbe Hebel zieht auf der Auftragsseite – nachzulesen bei Gartengestaltung.
Azubis sind der zweite Hebel
Im Galabau ist die eigene Ausbildung oft der einzige verlässliche Weg an Fachkräfte. Das funktioniert – aber nicht über das Arbeitsamt allein. Wer Azubis will, muss dort sichtbar sein, wo 16-Jährige und ihre Eltern hinschauen. Wie das konkret geht, steht in einem eigenen Beitrag.
Und man muss zeigen, was der Beruf wirklich ist. „Landschaftsgärtner“ klingt nach Rasenmähen. Ein Bild von einer fertigen Terrasse mit Natursteinmauer und Lichtplanung sagt etwas anderes.
Womit du sofort anfangen kannst
- Fotografier deine fertigen Projekte. Nicht die Baustelle, das Ergebnis
- Schreib auf, was du im Winter machst. Das ist dein stärkstes Argument
- Kürze die Bewerbung auf Name, Nummer und eine Frage zur Erfahrung
- Such im Herbst, nicht im Frühjahr
Wenn du es größer angehen willst
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, wie dein Betrieb für Landschaftsgärtner aussieht und ob sich eine Kampagne rechnet – ehrlich, auch wenn die Antwort nein lautet.

Maik Braun
Gründer, Schmiede Digital
Du hast eine Frage zu deinem Betrieb? Im kostenlosen Erstgespräch bekommst du eine ehrliche Einschätzung – ca. 30 Minuten, unverbindlich.
Erstgespräch sichern


